Mein Weg aus dem Übergewicht

1. Schritte

Immer wieder werde ich gefragt, wie man die "Sache" am besten angeht. Ich versuche dies hier einmal kurz und bündig zusammenzufassen als kleine Stütze:

- Lesen Sie sich ins Thema ein und entscheiden Sie, ob Sie wirklich diesen radikalen Schritt gehen wollen! Ohne wenn und aber. Zur Entscheidunghilfe können Sie gerne den Punkt "Pro / Contra" zur Hilfe nehmen.

Sollten Sie sie für eine OP entschlossen haben, dann sind hier Ihre ersten Schritte:

- Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt über Ihr Vorhaben und holen Sie seine Meinung ein. Er sollte auf Ihrer Seite stehen und Sie nach der OP ggf. weiterbetreuen

- Machen Sie einen Beratungstermin (das sog. Erstgespräch) in der Klinik Ihrer Wahl (oder auch gerne in mehreren). Diese Termine liegen meistens ein paar Wochen bis Monate im Voraus.

- In der Zwischenzeit sammeln Sie Atteste von all Ihren Ärzten (Hausarzt, Hautarzt, Orthopäde, Gynäkologe, Psyochologe, kardiologe, einfach alle bei denen Sie in Behandlung sind) über all Ihre "Leiden" (Übergewicht und Einschränkungen, Bluthochdruck, Diabetes, Schmerzen jeglicher Art, Schlafapnoe, alles was mit dem Gewichtzusamen hängt und Sie betrifft) Manche Atteste kosten Geld wegen des Mehraufwandes!

- fangen Sie an ehrlich und offen eine Ernöhrungstagebuch zu führen. Die Krankenkassen fordern dieses im Antrag meistens über 4-6 Wochen. Auch der Chirurg beim Erstgespräch hat dieses gerne, damit er Ihre Essgewohnheite beurteieln und so den besten Eingriff für Sie finden kann. Also immer ehrlcih führe, auch wenn es schwer fällt. Aber unsere Kilos kamen ja nicht vom "Nichts-Essen". Schummeln bringt nichts, das wird durchschaut.

- Bemühen Sie sich gleichzeitig das Multimodale Konzept in Angriff zu nehmen. Denn auch dieses muss im Antrag nachgewisen werden. Dazu zählt Ernährungsberatung (wird oftmals von Krankenkasse bezahlt), Bewegungstherapie (Sport im Studio z.B.) und Verhaltenstherapie. Letztes frühzeitig in Angriff nehmen, da es oftmals Monate dauert einen Platz zu bekommen.

- Bescheinigungen sammeln. z.B. vom Fitnessstudio über die regelmäßige Teilnahme, falls Sie in Kur waren die Unterlagen beifügen (oftmals sind da schon Ernährungsberatung und Verhaltenstherapie schon dabei gewesen), Diätversuche dokumentieren (z.B. eine Bescheinigung von Weight Watchers per Telefon anfordern), einfach alles was beweist, dass Sie schon immer versuchen Ihr Gewicht in den Griff zu bekommen

- Besuchen sie eine Selbsthilfegruppe, um mit anderen Betroffenen zu sprechen und alle Ihre Fragen stellen zu können. Auch werden teilweise Bescheiningungen ausgestellt, dass Sie da waren und sich informiert haben

- Haben Sie Geduld. So ein Antrag will lange und gut vorbereitet sein. Das geht nicht von heute auf morgen. Mein Motto: Gut vorbereitet ist halb gewonnen!

 

Und wer jetzt schon denkt, dass ihm das zu viel Aufwand ist und zu lange dauert, der sollte noch mal in sich gehen und sich fragen, ob er das wirklich will und auch hinterher die Disziplin und Ausdauer aufbringen kann, um durchzuhalten. Diese OPs sind keine Selbstläufer, sondern nur eine Stütze.

 

Operiert wird nur der Magen, nicht der Kopf! Und er muss zu 100% mitspielen, sonst ist das Projekt zum Scheitern verurteilt!

 

Foto verwendet unter der Creative Commons Rosa Dik 009 - on & off  © 2012 Alle Rechte vorbehalten.

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